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Zuviel oder mehr als nötig zu trinken ist mit drei Problemen verbunden.
Das erste Problem ist, dass bei zuviel Trinken das Körpergewicht zunimmt. Dies ist in praktisch allen Sportarten ein Nachteil. Wer überflüssiges Gewicht herumschleppt beeinträchtigt seine Leistungsfähigkeit.
Die meisten Sportarten, aber insbesondere der Laufsport, führen zu mehr oder weniger starken „Schüttelbewegungen“. Zuviel Flüssigkeit im Magen-Darm-Trakt führt dabei zu Problemen wie Seitenstechen, Übelkeit oder Unwohlsein. Die Auswahl individuell gut verträglicher Getränke und ein geeigneter Trinkrhythmus können bei Bedarf mehr Flüssigkeit zulassen. Zuviel Flüssigkeit ist aber immer eine unnötige Belastung.
Auch Trinkmengen innerhalb der allgemeinen Trinkempfehlung von 4 bis 8 dl pro Stunde Sport können gerade im Laufsport kritisch sein. Wenn ein schneller Marathonläufer versucht pro Stunde 8 dl zu trinken kann dies zu Problemen führen und häufig sind so hohe Trinkmengen auch gar nicht notwendig.
Zuviel Trinken kann zu einer Hyponatriämie führen. Hyponatriämie tritt zwar seltener auf als das Problem der Gewichtszunahme und der Magen-Darm-Probleme, dagegen kann eine Hyponatriämie im Extremfall lebensgefährlich werden. Wer nach dem Prinzip „je mehr je besser“ und „nützts nichts, so schadets nichts“ trinkt, kann sich in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. In den letzten Jahren sind mehrere Todesfälle an Ausdauerveranstaltungen wegen zuviel Trinken dokumentiert.
Es gibt Risikofaktoren wer wann gefährdet ist zuviel zu trinken.
Den Athleten betreffende Risikofaktoren:
Den Sportanlass betreffend:
Eliteläufer oder Spitzensportler trinken selten zuviel. Häufig sind es die langsameren und unerfahrenen Läufer/Sportler. Unterstützt wird das zuviele Trinken bei unerfahrener Sportler/innen häufig durch eine zu hohen Flüssigkeitsverfügbarkeit durch die Veranstalter oder durch selbst organisierte Getränke. Ungewohnte Bedingungen, ob kalt oder warm, können ebenfalls zu unverhältnismässigem Trinken verleiten.
Weltweite Untersuchungen an Ausdauerveranstaltungen, auch am Zürich Marathon, zeigen, dass ca. 20 bis 35% am Ziel schwerer sind als am Start. Interessanterweise nimmt die Tendenz zuviel zu trinken bei warmem Wetter zu. Obwohl die Schweissverluste höher sind als bei kühlem Wetter wird bei warmem Wetter auch lieber getrunken. Einige Sportler könnten also allein durch ein Reduzieren der Trinkmenge ihre Leistung optimieren.
Die allgemeinen und individuellen Trinkempfehlungen helfen, sich optimal mit Wasser zu versorgen.
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